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Arzthaftung: Beweislastumkehr nach Unterlassen einer röntgenologischen Befundung nach einem Sturzereignis; Cortisoninjektion in einen Frakturspalt als grober Behandlungsfehler; Schmerzensgeldbemessung bei Dauerfolgen nach Infektion mit Krankenhauskeimen und achtmonatigem Krankenhausaufenthalt

 

Leitsatz

 1. Eine Injektionsbehandlung kann grob fehlerhaft sein, wenn bei persistierenden Beschwerden keine bildgebende Diagnostik erfolgt. Für einen Facharzt drängt sich bei einem Sturzereignis die röntgenologische Befundung als absoluter Standard gerade zu auf.(Rn.58)

 2. Wird bei einer Cortisoninjektion ein Frakturspalt übersehen, so kann darin ein grober Behandlungsfehler liegen.(Rn.105)

 3. Für einen 8 Monate erforderlichen Krankenhausaufenthalt mit eingetretener Sepsis, Multiorganversagen, multiplen Abszessen und einer Langzeitbeatmung

 

Quelle: Urteil des OLG Hamm vom 04.12.2015, Az. - I-26 U 33/14, 26 U 33/14 -, JURIS

 

 

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